Aktuell
Weiterbetrieb und Erweiterung der Deponie Grumbach?
Es wird daran erinnert, dass die Fa. Amand Umwelttechnik die Errichtung einer oberirdischen Abfalldeponie für gefährliche Abfälle mit insgesamt 1,7 Mio. m³ Kapazität plant und hierzu bei der Landesdirektion Dresden ein Planfeststellungsverfahren beantragt hat. Diese Deponie soll direkt neben der Wohnbebauung des Ortsteiles Grumbach der Stadt Wilsdruff weitergeführt werden.
Am 24.06.09, nach 20:00 Uhr wurde die Erörterung zum Planfeststellungsverfahren Giftmülldeponie Grumbach durch die Vertreter der Regierungsdirektion Dresden abgeschlossen. Insgesamt war es der 7. Erörterungstag, nachdem die ursprünglich geplanten 5 Tage Anfang Mai wegen der sehr großen Beteiligung und den vielen, meist sehr fundierten, Beiträgen der betroffenen Bevölkerung, nicht ausreichten.
Insgesamt wurde deutlich, dass nicht nur die Verwaltungen der Städte Wilsdruff und Tharandt, sondern auch der überwiegende Teil der betroffenen Bevölkerung die Deponie grundsätzlich ablehnen.
Immer wieder drückten die betroffenen Bürger in Beiträgen aus, dass nicht nur Ängste, sondern plausible technische, gesundheitliche, umweltschutztechnische und wirtschaftliche Gründe gegen den Weiterbetrieb und die Erweiterung zur Giftmülldeponie in solch einer dicht besiedelten und touristisch genutzten Region direkt am Tharandter Wald sprechen. Sehr häufig erfolgte die Diskussion in einer erregten und emotionalen Weise, da die Einwohner den Eindruck hatten, dass weder sie selbst, noch ihre Bedenken, vom Antragsteller, noch von den Vertretern der zuständigen Behörde mit der notwendigen Achtung behandelt worden.
Trotz der Verlängerung des Erörterungstermins um zwei Tage konnten die Bedenken der betroffenen Anwohner durch die Vertreter der Fa. Amand nicht ausgeräumt werden. Bei vielen Teilnehmern des Erörterungstermins verstärkte sich sogar der Eindruck, dass die Entscheidung über die Deponie, vermutlich auf politischer Ebene, bereits getroffen und das ganze Planfeststellungsverfahren, zumindest in seinem öffentlichen Teil, nur als Farce zu bezeichnen ist.
Die Erörterung ist vorbei, doch wir müssen alle gemeinsam weiter gegen dieses Vorhaben
kämpfen.
Jens Heinze und André Kaiser im Namen der
Bürgerinitiative Keine Deponie am Tharandter Wald