Natur und Umwelt

Keine Deponie am Tharandter Wald!

In der letzten Legislaturperiode haben es die engagierten Bürger der BI „Keine Deponie am Tharandter Wald“ gemeinsam mit den Stadtverwaltungen Wilsdruff und Tharandt geschafft, die Erweiterung der Deponie in Grumbach zu verhindern.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Tharandt über das Vorhaben ausreichend und immer wieder informiert werden. In der „IG Keine Deponie am Tharandter Wald“ (www.deponie-grumbach.de ) arbeiten wir weiterhin mit.

Wir treten dafür ein, dass der Zeitplan beim Abschluss der Deponie eingehalten wird. Dabei sollen vor allem wenig belastete Materialien zum Einsatz kommen. Eine Einlagerung von radioaktiv belastetem Material lehnen wir ab.

Energie

Energie ist lebensnotwendig. Ein Großteil der heutigen Energiewirtschaft ist jedoch für uns und folgende Generationen auch lebensbedrohlich. Wir möchten im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten dazu beitragen, eine moderne Energienutzung voranzubringen, um um natürliche Lebensräume zu bewahren und die Lebensverhältnisse nachhaltig zu sichern. Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Erhöhung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien tragen entscheidend zum Klimaschutz bei.

Um hier konkret und systematisch vorzugehen, braucht es ein Konzept, welches das Vorhandene analysiert, Maßnahmen und zeitliche Schwerpunkte setzt. Ziel ist ein städtisches Klimaschutz- und Energieeffizienzprogramm.

Die energetische Sanierung aller städtischen Gebäude spart letztendlich knappe städtische Mittel und erhöht die Motivation aller Gebäudeeigentümer, ihre Gebäude energetisch zu sanieren. Energetische Sanierung soll dabei über den Einsatz moderner Heizkessel im Rahmen von Contractingverträgen hinausgehen.

Bei dem anstehenden Straßenbeleuchtungskonzept werden wir besonders auf effiziente und insekten- und fledermausfreundliche Straßenbeleuchtung bestehen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass in dieses Konzept alle Hinweise von den hier lebenden Menschen zu mehr oder weniger Beleuchtungsbedarf aufgenommen werden.

Auf dem Weg zu einer effizienten Energieerzeugung und -verteilung gilt es, Einzelmaßnahmen im privaten, gewerblichen und kommunalen Bereich zu vernetzen mit dem Ziel einer CO2-neutralen Stadt Tharandt bis 2020.

Die Nutzung erneuerbarer Energien sollte ein Grundsatz in der Stadtpolitik sein und z.B. bei jeglicher Bauplanung Berücksichtigung finden. z.B. durch Nord-Süd-Ausrichtung von Dachflächen. Der Bezug von echtem Ökostrom durch alle kommunale Einrichtungen kann durch Ausschreibung preiswert gestaltet werden.

Bürgereigene umweltfreundliche Energieprojekte sind uns Herzenssache und werden von uns nach unseren Kräften und Möglichkeiten weiterhin unterstützt.

Lokales Klima, Bodenschutz, Hochwasserschutz

Die orographische Lage der Ortschaften Tharandts birgt Herausforderungen zum Boden- und Hochwasserschutz und zur Frischluftversorgung der Tallage Tharandts.

Für den Erosionsschutz auf landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Flächen sind vor allem die Bewirtschafter verantwortlich. Doch möchten wir nach Wegen suchen, sie bei der Lösung dieser Aufgaben zu unterstützen.

Als Stadt- und Ortschaftsräte werden wir uns für eine Reduzierung der Flächenversiegelung in den Ortschaften Tharandts einsetzen.

Naturschutz

Im Stadtgebiet sowie der unmittelbaren Umgebung finden wir viele besonders wertvolle Flächen, die einen besonderen Schutzstatus als Landschafts- oder Naturschutz- bzw. Natura-2000-Gebiete genießen. Und doch sind die Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten rar geworden oder sogar bedroht. Das Nahrungsangebot für viele Tierarten verschwindet mit der Vernichtung ihrer Lebensräume. Auch im unmittelbaren Siedlungsgebiet kann für diese Tiere etwas getan werden.

Wir wollen erreichen, dass sowohl private Vorhabensträger als auch die Kommune Lebensräume für gebäudebewohnende Tierarten wie z.B Schwalben sowie für die blumenhungrigen Insekten schaffen.

Die nachfolgenden Generationen, unsere Kinder und Enkelkinder, werden vom Erhalt der Artenvielfalt profitieren.