Kommunale Eigenständigkeit der Stadt Tharandt erhalten

Tharandt ist eine Stadt mit internationaler Bekanntheit. Tharandt hatte in der sächsischen Geschichte eine wichtige Rolle. Auch heute noch hat die Stadt mit ihrer Umgebung, ihren Sehenswürdigkeiten, der Forst-Fachrichtung und den vielen Umweltbildungeinrichtungen eine Ausstrahlung, die weit über die unmittelbare Umgebung hinausgeht.

Tharandt hat über 50 Vereine – viele Menschen engagieren sich für ihre Interessen und bringen sich in die Gestaltung der Stadt ein.

Tharandt wurde aktuell als die familienfreundlichste Stadt Ostsachsens bewertet (SZ-Umfrage Dez.2013).

2012 haben wir, viele Bürger Tharandts, ein Jahr für die Eigenständigkeit von Tharandt gekämpft. Jeder auf seine Weise.

Für die Stadtverwaltung und die Stadträte, die mit der Entscheidung darüber letztendlich beauftragt waren, hatte dieser Prozess zwei Seiten. Zum einen war es eine sehr gründliche Bestandsaufnahme und hat für Klarheit über den aktuellen Zustand gesorgt. Er hat das Bewusstsein für die Selbstbestimmung und die Vorteiler zur Gestaltung kleinerer, aber eigener Strukturen sichtbar gemacht. Zum anderen hat dieser Prozess an vielen Stellen enorme Kräfte gebunden.

Das für manche überraschende Ergebnis dieser Innenschau war, dass die Stadt ihre Pflichtaufgaben weiterhin erfüllen kann und Schuldenabbau auch in den kommenden Jahren möglich ist.

Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass unsere Stadt eigenständig bleibt.  Nur so kann es gelingen, den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger unbürokratisch und direkt gerecht zu werden. Wir möchte die durch den Schuldenabbau entstehenden Spielräume kreativ im Sinne der Bürger nutzen. Spielraum entsteht auch, wenn Tharandt über Gelder entscheiden kann, die als Eigenmittel bei der Beteiligung an Förderprogrammen genutzt werden können. So kann mit einem Euro Einsatz mehrere Euro für die Stadt Tharandt gewonnen werden.

Tharandt ist keine reiche Stadt – finanziell gesehen. Umso wichtiger ist es, nicht nur von Nachhaltigkeit zu reden, sondern diese auch in der kommunalen Praxis zu praktizieren: ökonomisch, ökologisch und sozial. Der Stadtrat soll mehr als bisher strategisch arbeiten und Leitlinien für das kommunale Handeln vorgeben, die die Verwaltung in ihrer täglichen Arbeit umsetzt.